Hamburg

Moin, Moin

 

Station 1 Lüneburger Heide

Wenn man in München am Viktualienmarkt sitzt und zu hört, wie sie sich am Tisch die Leute darüber unterhalten, dass sie Urlaub in der Lüneburger Heide machen, dann kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass die über 60 sind, auf Radtouren stehen und große Menschenansammlungen lieber meiden. Zumindest ist das die landläufige Meinung über dem durchschnittlichen „Heide-Urlauber“.

Extrem gechillt

Spätestens wenn man mal hier war, weiß man: stimmt nicht. Hier machen alle Urlaub. Familien, junge Leute, alte Leute, lustige und langweilige. Aber ganz sicher diejenigen, die dem hektischen, lauten und turbulenten Leben entfliehen wollen. Weil eines findet man in der Heide sicher: pure Erholung, Entspannung und Entschleunigung. Das fängt bei der Buchung an und zieht sich über den Besuch bis hin zur Abreise. Hier sind alle extrem gelassen, gechillt und relaxt. Eile und Hektik gibt es hier nicht. Schnell einen Kaffee trinken aber auch nicht.

Ferienwohnung

Wir hatten für die drei Nächte eine schnuckelige Ferienwohnung mit Küche und extra Schlafzimmer für die Kids. Von Mikrowelle bis Haartrockner war alles vorhanden. Das wertvollste aber war der große Garten. Raus aus dem Bett und Räder schlagen, Handstand üben und rennen – für meine Mädels Weltklasse. Für mal wieder der Beweis, dass 6 Stunden sitzen in der Schule einfach nicht richtig sein kann – das aber nur nebenbei. Ferienwohnungen gibt es hier wie Sand am Meer. Weil sie hier viel Platz haben und gefühlt jeder zweite Bauernhof zu einem Ferienhaus umgebaut wurde. Direkte Nachbarn hören dich auf keinen Fall schnarchen und wenn in der Früh der Hahn zu spät dran ist, dann hörst du den Kuckuck rufen. Einfach nur schön. Und entspannend.

Denn man Tau

Von der Nordheide sind es knappe 30 Minuten bis Hamburg. Hier steppt der Bär. Immer. Zu jeder Tages- und Nachtzeit. So fühlt es sich zumindest an. Für einen Bayern. Bei dem jeder Supermarkt spätestens um 20 Uhr dicht macht. Wir starten unseren Ausflug an den Landungsbrücken – der erste Blick fällt gleich auf die Elb-Philharmonie. Mächtig schön ist sie. Vom Jan-Fedder-Steg geht’s bei Brücke 2 runter zum Elbufer. Mama braucht erstmal Kaffee. Und sitzen und Leute schauen.

Willkommen in Hamburg

Es bräuchte mindestens 5 Einträge und für mich eine Woche Hamburg, bis ich alles das gesehen habe, was ich sehen will und bis ich alles das Erzählt habe, was ich erzählen will. Für beides habe ich jetzt keine Zeit – und genaugenommen ist es doch viel schöner, wenn ihr selbst mal vorbei schaut in Hamburg: ein paar Kleinigkeiten will ich Euch aber mit auf den Weg geben. Empfehlungen für einen schönen Kurztrip, der auch die Kinder mit in den Bann zieht.

Stadtführung – Made in München

Die Stadtspürer aus München sind auch in Hamburg vertreten. Und grade dann, wenn ihr nicht vorhabt, einen Studiengang in Architektur, Geschichte oder Bauwesen zu belegen und wenn ihr nicht scharf darauf seid, unzählige Jahreszahlen in kurzer Zeit vorgebetet zu bekommen, dann solltet ihr mit einem Stadtspürer durch Hamburg gehen. Die Stadtgeschichte wird lebhaft und farbenfroh erzählt und ihr nehmt sicherlich das ein oder andere „Aha“ mit nach Hause. Übrigens auch mit Kindern eine echte Empfehlung. Weil es eben nicht vollgepackt ist mit alten Namen und noch älteren Jahreszahlen. Wusstet ihr, dass Hamburg „stolz“ ist, auf seine vielen Logen der Freimaurer? Und dass die Hamburger Börse Leichen im Keller hat? Das Hamburg eine Kirche ohne Dach hat? Und dass Hygieia den heiligen Gral hält? Wenn nicht, dann ab nach Hamburg und die Stadt spüren – mit all ihren Geheimnissen.

Michl und Meier

Wenn’s um Kultur und Kirchen geht, sind meine Kinder, dem Himmel sei Dank, immer ganz vorne mit dabei. 10km durch Hamburg laufen ist gar kein Thema genau so wenig wie den Michel besteigen. Im inneren des Turms kann man bis nach oben laufen und hat – wie sollte es anders sein – eine tolle Aussicht über die Stadt. Danach haben sich Groß und Klein natürlich ein Eis verdient. Auch hier lohnt sich der Weg zurück an die Landungsbrücken. Beim Eis-Meier an Landungsbrücke 2 gibt’s hervorragendes Eis – ob das Beste muss ich erst noch rausfinden, beim nächsten Hamburg besuch.

Krabbenbrot und Schifferklavier

Wer Hamburg ohne Fischbrötchen verlässt ist selbst schuld – oder mag keinen Fisch. Ich mag ihn. Ich mag auch Krabben und Schrimps und deswegen fällt es mit direkt schwer, mich zu entscheiden. Der Kellermann übernimmt die Entscheidung und holt Krabbenbrötchen und wir setzen uns auf eine der Stufen am Kai, schauen dem Trubel zu und lauschen dem Schifferklavier. Hamburg, du bist großartig. Ich komme bestimmt wieder!

Not to do

Es wäre ja nicht ehrlich, wenn ich nicht auch sagen würde, was nicht so toll war: ich wollte den Mädels einen gemütlichen Tag im Schwimmbad bieten. Plantschen, rutschen, chillen. Kurz im Internet gestöbert, das „MidSommarland“ gefunden, hingefahren und eine riesige Enttäuschung erlebt. Es war nicht nur mega voll (was an einem Feiertag ja mal passiere kann) sondern es war ekelhaft. Schmutzig und irgendwie bääähhh. Dazu kamen in allen Becken schreiende, kreischende und springende Kinder. An Erholung war nicht zu denken. Nicht im Ruhebereich, nicht im Thermalbad und nicht mal im Whirlpool – es war einfach nur anstrengend.

Tschüss bis bald

Wir kommen sicher wieder. Hamburg hat noch nicht alles von sich gezeigt – und ich habe tatsächlich auch Lust auf Hamburger Nachtleben bekommen. Verrücktes Gefühl, hatte ich schon lang nicht mehr. Unsere Hamburg Zeit ist jetzt aber vorbei und es geht weiter Richtung Norden. Heut Nacht…

Next stop

900 km trennen uns noch vom endgültigen Reiseziel. Die Mädels freuen sich schon voll auf die Fahrt und ich bin gespannt was uns noch alle erwartet.

 

Hinweis: in meinem Tagebuch gibt es Hinweise zu Dienstleistungen, Unternehmen und Anbietern, für die ich ggf. Werbung mache. Ich bekomme dafür kein Geld und keine Vergünstigungen. Aber ich empfehle Euch die Sachen, weil ich sie probiert und für gut befunden habe. Hinschreiben muss ich Werbung aber trotzdem.
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