Geschenke und Lektionen

Begegnungen

„Kein Mensch kommt ohne Grund in dein Leben. Der eine war ein Geschenk, der andere eine Lektion und der nächste war eine geschenkte Lektion!“

Zugegeben, in meinem Leben gab es die ein oder andere Schmerzhafte Lektion. Lektionen auf die ich wahnsinnig gerne verzichtet hätte.

Da waren Schulfreunde, die gar keine Freunde waren. Da waren Männer die mich verletzt haben. Da waren Frauen, die so Stutenbissig waren, dass ich heute noch blaue Flecken habe.

Geschenke

ABER: in meinem Leben gab und vorallem gibt! es noch ganz viel viel viel mehr Geschenke. Menschen für die ich dankbar bin, sie zu kennen. Selbst dann, wenn wir heute keinen Kontakt mehr haben. Am dankbarsten bin ich bin heute jedoch den „geschenkten Lektionen“ Das sind diejenigen Menschen, die in mein Leben kamen, weil so sein sollte, die nicht geblieben sind, weil des auch so sein sollte und mir in allen Fällen gezeigt haben, wie mutig, stark, groß und gut ich eigentlich bin. Selbst dann, wenn sie mit viel „Traaraaaa“ wieder verschwunden sind. Einige davon möchte ich tatsächlich nicht mehr sehen. Ein paar wenige werde ich wiedersehen. Die Wichtigste muss hoffentlich noch ganz ganz lang warten, bis wieder uns auf ewig wiedersehen.

Aus all diese Begegnungen sind immer irgendwie Geschichten und manchmal sogar neue Begegnungen entstanden.

Glaubensfrage

Ich gehöre ganz sicher nicht zu der bigotten Fraktion unseres Landes. Ich habe mit der Institution Kirche schon lange abgeschlossen. Seit meine Kinder die mit Abstand schlechteste Religionslehrerin aller Zeiten haben, verstärkt sich meine Meinung zu dem Thema. Dabei wollte ich als Kind selbst unbedingt in den Reli-Unterricht. Ich durfte nicht. Ich war nicht getauft und in dem katholischen Bayern ging da gar nichts! Später auf der Realschule durfte ich dann nach vielen Gesprächen in den evangelischen Reli-Unterricht. Ich hatte erstens einen tollen Lehrer und fand es zweitens total spannend.

Heute als Erwachsene liegt mir eigentlich noch viel mehr daran, die Grundsätze des christlichen Glaubens und die draus resultierenden Verhalten zu verstehen und noch mehr: sogar zu achten.

Religion

Versteht mich nicht falsch: ich kann die Bibel nicht auswendig. Ich habe keine Idee, wer wann was sagte und was der Unterschied zwischen Apostel und Jünger ist. Ach doch, da gibt es keinen. Oder doch? Wie auch immer! Am Ende ist die Weltgeschichte nicht ohne Religion zu sehen. Geht einfach nicht. Weil Judenverfolgung immer schon da war. Weil Moscheen neben Kirchen stehen. Weil es ohne Kreuzzüge München vielleicht gar nicht geben würde.

Fromme Bigotte

Ich brauche kein Gottes Haus und schon gar keinen schwarzgewandeten Frommen, der kleine Jungs vergewaltigt. Noch weniger brauch ich vermeidlich heilige rotgewandete die meinen, mit Ideologien um die Ecke zu kommen, die völlig haltlos und sinnbefreit sind. Egal ob es um Homo-Ehe geht oder darum, dass eine Frau ihr Kind abtreiben lassen möchte, weil es vielleicht aus einer Vergewaltigung entstanden ist.

Du sollst nicht töten

Zugegeben. In meinem Leben gab es eine Begegnung – ich hätte, wenn ich könnte, ich würde heute noch! Gedanklich! Und manchmal, wenn mich diese Begegnung einholt, dann wird es mir schwer um Herz. Dann schmerzt es. Heute noch. Am Ende hake ich es aber jedes Mal mit: es war eine Lektion. Die war schmerzhaft aber du hast daraus gelernt. Gelernt habe ich. Eine Achtsamkeit. Für mich und vor allem für meine Kinder. Ich hätte auf die Lektion gerne verzichtet!

Geschenkte Lektionen

Wie oben schon erwähnt. Ich habe einige geschenkte Lektionen im Leben erfahren. Dürfen. Und Müssen. Auf keine möchte ich verzichten. Einige waren kurz und schmerhaft. Andere waren lang und sind schmerzvoll. Ein paar wenigen waren einfach nur ein Ausflug in eine Welt, die auch schön ist, aber halt nicht meine. Auch das muss man lernen. Aber keine diese „geschenkten Lektionen“ ist ohne Nachhall geblieben. Aus jeder dieser Begegnungen habe ich heute noch etwas, dass ich gelernt habe oder geschenkt bekommen habe. Und sei es, eine neue Begegnung die daraus entstanden ist.

Geschenke

Gibt es sowas die 12 Apostel in unserem Leben? Also Menschen, die dir so gleich sind, mit denen du eine Seelenverwandtschaft pflegst, die einfach bleiben? Ja. Ich bin überzeugt, dass es die gibt. Ich bin auch überzeugt, dass jeder diesen Judas mal kennen lernen muss. Aber am Ende überwiegt die Seelenverwandtschaft. Und die ist manchmal nur eine Zeitlang präsent. Aber es gibt sie. Und sie bleibt. Auch wenn der Zauber nachlässt. Wenn ich heute zurückblicke muss ich ehrlicherweise feststellen, dass sich auch mein Bildnis teilweise verschiebt: was zuvor Lektionen waren, sind heute Geschenke. Was als Geschenk angefangen hat, hat sich als Lektion entpuppt.

Palmsonntag

Da ist er also – dieser christliche Sonntag, der das Ende der Fastenzeit kommen sieht. Der dafür steht, das damals vor 2.000 Jahren, ein Typ auf einem Esel angeritten kam. Ein Typ, der erste viel essen musste, dann leidvoll sterben und dann geheimnisvoll auferstehen musste. Mit dieser Story gleich mehreren Religionen einen Glauben geschenkt hat. Ob Geschenk, Lektion oder einfach nur Begegnung, bleibt an dieser Stelle jedem Leser selbst überlassen… Vielleicht verändert sich auch hier die Sichtweise im Laufe der Jahre. Für mich ist es jeden Falls ein Tag, an dem ich mich noch mehr drauf freue, wieder mit Freunden zusammen zu treffen und Geselligkeit zu leben und zu spüren – weil der Mensch ein Herdentier ist und nicht dafür gemacht, alleine zu sein.

Häschtäg: Freunde sind Geschenke – manchmal braucht man Lektionen um sich zu freuen – After all this time? Always!

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