Accessoires

Paulas Tagebuch

Noch 15 und Rest von heute

Gestern haben wir über Tracht im Allgemeinen gesprochen. Über Dirndl im Speziellen, wo sie herkommen und was ein Dirndl eigentlich ausmacht. Natürlich kommt es vor allem aufs Dirndl an. Des muss passen und irgendwie nach was aussehen. Aber des macht es eben nicht alleine aus. Die passende Bluse und die richtige Schürze sind elementar wichtig, damit des alle nach was aussieht. Wenn des alles passt, dann kommen die Kleinigkeiten. Selbst die sind nicht zu verachten. Der Trachtenjanker für kühle Abende. Die passenden Schuhe und der Haarschmuck. Alles so Kleinigkeiten auf die es ankommt.

Natürlich kann man die im Trachtengeschäft oder was die Haarnadeln angeht auch in der Drogerie erwerben – aber dann wäre es ja nur halb so schön. Also ich meine das Shoppingerlebnis. Man kann all diese Dinge nämlich auch ganz wunderbar ganz wo anders finden! Zum Beispiel auf einem italienischen Markt. Hand aufs Herz, es gibt doch kaum eine bessere Ausrede nach Italien fahren zu müssen, als die Tatsache, dass des WiesnGwand noch nicht vollständig ist, oder?

Einer meiner Lieblingsmärkte ist 4 Autostunden von München entfernt am schönen Gardasee. In Garda findet immer freitags einer der größten Märkte Rund um den See statt. Von Handtaschen bis Unterhosen gibt’s hier alles. Weil 4 Autostunden ja doch ein Stück sind, bietet es sich natürlich an, den Ausflug zum Markt mit zwei Nächten am See zu verbinden. Aber was soll ich Euch sagen, ich bin auch schon nachts um 3 losgefahren, habe in Garda gefrühstückt, geshoppt und bin dann wieder heimgefahren – habe also einen Tagesausflug gemacht, weil es sich zeitlich einfach nicht anders ausgegangen ist. Jeder wie er mag.

Manchmal ist die Walkjacke einfach ein bisschen zu dick und zu viel. Da reicht ein feiner Pashmina-Schal um die Schultern. Genau so einen findet man in Italien an fast jeder Ecke. Die Italiener nennen das Material Cashmere – ich hab keine Ahnung was es ist, aber es fühlt sich einfach sensationell an. Nach Seide und kuscheliger Baumwolle. Das schönste aber ist, es gibt diese Tücher in allen erdenklichen Farben – also quasi zu jedem Dirndl eins. In knall pink ist es ein bisschen Kontrast zum grauen Dirndl. In grau kann man des Tuch zu jedem Dirndl tragen. Und wenn die Dirndlzeit vorbei ist, dann macht des Tuch einen wunderbaren Job als Schal für kalte Wintertage.

Die schön geflochtenen Haare gehören zum Dirndl genauso dazu wie die passende Bluse. Aber wer hat schon jeden Tag Zeit sich stundenlang die Haare zu flechten? Oder besser: wer hat die Muse selbiges zu tun? Ein Geheimtipp ist es sicherlich nicht – aber weiter gebe ich ihn trotzdem: ein paar schöne Spangerl ins Haar und der Pferdeschwanz oder Dutt macht gleich viel mehr her. Und genau diese Spangerl findet man am Markt in Hülle und Fülle. Mit Perlen, weil des Dirndl auch einen Perlenrand hat. Mit Glitzer, weil die Schürze glitzert. Oder einfach nur eine rote Blume – weil des zu fast allem passt.

Ich kann – dem Himmel sei Dank – in den meisten Fällen auf Handtaschen verzichten. Schon weil ich ja eh meistens arbeite und deswegen in den Taschen an meinem Gürtel alles habe was ich brauche. Die meisten Damen haben aber dieses Glück nicht. Deswegen braucht es eine Handtasche. Ein Handtäschchen. Ein kleines Täschchen, in dem das nötigste Platz hat. Und witzigerweise haben die Italiener da genau die passenden Modelle. Aus Leder in dunkelbraun. Klein und handlich und so, dass alles reinpasst und nicht zu viel dabei ist. Schauen zum Dirndl super aus. Im vergleich zu den Trachten-Handtaschen die es bei uns gibt, haben dieses Ledertäschen einen elementaren Vorteil: sie haben Reißverschlüsse! Die fehlen in der Tat oft bei unseren Taschen. Da wird nur eine Klappe drübergelegt oder mit einem Bandl zugezogen – das entspricht ehrlicherweise nicht meinem Sicherheitsgefühl.

Das mit den Schuhen ist so eine Sache. Zumindest wenn es um die Wiesn geht. Da muss man tatsächlich einen Unterschied machen, ob man im Dirndl auf eine Hochzeit oder in den Biergarten geht oder eben auf die Wiesn. Weil ganz ehrlich: die Wiesn ist einfach nicht der Ort für elegante, feine, Fußschmeichelnde Schuhe. Mit Highheels auf der Bierbank oder mit Sandalen durch einen Scherbenhaufen laufen macht einfach keinen Spaß und ist im Notfall auch noch gefährlich. Nichts desto trotz: Dirndl trägt man ja nicht nur auf der Wiesn. Also dürfen natürlich schöne Schuhe im Regal daheim nicht fehlen. Wie immer gilt auch beim Dirndl, ein bisschen Absatz macht eine schönere Haltung. Ein bisschen Glitzer darf natürlich auch sein. Lederschuhe passen immer. Im Land der Schuhe wird hier fündig. Sollte am Markt mal nichts hergehen, findet man im nächsten Ort sicherlich einen Schuhladen, der das Herz höher schlagen lässt.

Was noch fehlt? Ein Armkettchen, eine Halskette, vielleicht ein paar Ohrringe. Strawanzt ein bisschen durch die Stände, ihr werdet bestimmt was finden!

Und wo wir grad schon in Italien sind – und für den Fall, ihr macht keinen Tageausflug, dann genießt doch am Abend noch ein wenig Dolce Vita, bei einem guten Glas Wein, einer großen Portion Spaghetti und vielleicht einem abschließenden Tiramisu. Des gibt’s die nächsten Wochen nämlich sicher nicht. Da liegt der Fokus eher auf Fleisch, Hopfen und bayerischer Makrele am Holzstecken!

Häshtäg: Dolce Vita ist ganz nah an München – italienischer Cashmere – noch 15 und der Rest von heute

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1 Kommentar

  1. 5. September 2021 / 12:15

    Du schreibst so herrlich herzerfrischend <3 Liebe es solche Geschichten zu lesen . Freu mich auf den nächsten Tagebucheintrag

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